Pressemitteilung vom 31.07.2021 um 9:00 Uhr

++ Massenaktion für Klimagerechtigkeit in Brunsbüttel gestartet ++ Tausende machen sich auf den Weg, um den sofortigen Gasausstieg einzuleiten ++

Brunsbüttel, 31.07.2021

Mehr als 2.000 Klimaaktivist*innen des Aktionsbündnisses Ende Gelände starten heute aus dem Klimacamp in Brunsbüttel. Die erste Gruppe bricht gerade auf. Ihr Protest richtet sich gegen ein geplantes Fracking-Gas-Terminal im Industriepark „ChemCoast“.

Joli Schröter, Pressesprecherin von Ende Gelände, erklärt:

„Die Klimakrise ist längst Realität. Wer jetzt noch ein Fracking-Gas-Terminal im ChemCoast Park plant, spielt mit dem Feuer. Gas ist ein Brandbeschleuniger der Klimakrise. Und Fracking vergiftet Böden und Trinkwasser. Im ChemCoast Park hat sich das who is who des fossilen Kapitalismus zum größten Industriegebiet Schleswig-Holsteins zusammengeschlossen. Es steht für all das was falsch läuft: Zerstörerische Energie für dreckige Industrien ohne Zukunft.“

Elia Nejem, ebenfalls Pressesprecherin von Ende Gelände, fügt hinzu:

„Wir sind das Investitionsrisiko. Wenn Politiker*innen und Konzerne mitten in der eskalierenden Klimakrise ein Fracking-Gas-Terminal hochziehen, treiben wir ihre Kosten in die Höhe. Wir fangen schon heute damit an. Wir werden weitermachen, bis das Projekt gestoppt ist und der sofortige Gasausstieg umgesetzt wird. Bei diesem Fracking-Gas-Terminal wird es keine Rendite geben.“

Für das Wochenende hat Ende Gelände Aktionen gegen den Ausbau von Gasinfrastruktur angekündigt. Mit den Protesten, an denen sich ebenfalls internationale Aktivist*innen beteiligen, will das Bündnis auch neokoloniale Strukturen skandalisieren. Fracking ist in Deutschland und Europa beschränkt, während die extrem umweltschädliche Technik von deutschen und europäischen Konzernen in den Ländern des globalen Südens eingesetzt wird. Ende Gelände ist deshalb in diesem Jahr Teil des internationalen Aktionstags des Bündnisses “Shale Must Fall” gegen den fossilen Gasausbau, Fracking und Kolonialismus. Zeitgleich wird es Aktionen in mehreren Ländern des Globalen Südens und Nordens geben.

Kontaktdaten

Joli Schröter: +49 151 413 745 27

Elia Nejem: +49 177 967 68 05

Ronja Weil: +49 163 681 17 76 (nur englischsprachige Anfragen)

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